Blue man group in Berlin

bmg1 english version below….. 😉

Mädelswochenende in Berlin, zusammen mit meiner Schwester und meiner Nichte habe ich meine beste Freundin besucht. Eines der Highlights des Wochenendes war die Show der Blue Man Group……..

Die Blue Man Group ist mit nichts zu vergleichen was ich bisher in diesem Bereich gesehen habe. In London sahen wir Stomp, das kann man mit den Blue Man aber nicht ansatzweise vergleichen. Die außergewöhnliche und beeindruckende Musik (manchmal recht laut, für meine Nichte schon etwas grenzwertig) ist das eine, wie sie produziert wird und mit welchen Instrumenten habe ich unten noch genauer beschrieben, aber auch die abwechslungsreiche Gesamtshow ist einzigartig, die alle möglichen Themen des Alltags durch den Kakao zieht und so aufbereitet, dass auch wirklich jede Alternsklasse angesprochen wird. Dabei wird das Publikum vom ersten Moment an mit einbezogen. Die Blue Man laufen immer wieder durch die Reihen und ziehen sich mehr oder minder freiwillige Kandidaten auf die Bühne. Dabei klettern sie auch schon mal über die Lehnen der Sitze und die Köpfe des Publikums. In den ersten Reihen tragen die Zuschauer einen Regenponcho und der wird auch wirklich benötigt, es ist nicht nur Wasser, was da immer wieder im Publikum landet, sondern auch Farbe in allen Colorationen, Mayonnaise? (oder was auch immer), Papierschlangen, Bälle – die Jungs sind da wirklich einfallsreich 😉

Am Anfang der Show laufen kleine Sprachbänder rechts und links neben der Bühne die sehr humorvoll die Regeln erklären, der ein oder andere (prominiente?) Gast wird begrüßt, ebenso wie die Geburtstagskinder und es ist noch das ein oder andere Kuriose mehr zu lesen.
In der Show wird viel mit Lichttechnik, PVC-Röhren, Leinwänden aller Art und Farbe gearbeitet. Das Handy und die sozialen Medien werden gewaltig auf´s Korn genommen, es gibt einen Schnellkurs im Gehirnjogging, einen Regelleitfaden wird abgearbeitet wie man sich als Zuschauer in einem Rockkonzert zu verhalten hat, diverse Spuck-Farb- und Wurf-Kunst wird live auf der Bühne erstellt und direkt verschenkt, eine junge Dame wird zum außergewöhnlichsten Abendessen ihres Lebens eingeladen, ein junger Mann dient als Mittel um ein full-size Bodypainting Gesamtkunstwerk zu erschaffen, alles in allem müssen einige Besucher recht mutig sein. Aber von Anfang an hat das gesamte Publikum wirklich engagiert mitgearbeitet und wir hatten wirklich viel Spaß!
Die gesamte Show dauert ca. 1,5 Stunden, es gibt keine Pause. Und obwohl der Preis für die Karten mit durchschnittlich 80 € recht hoch ist würde ich einen Besuch unbedingt empfehlen.

Ach ja, man sollte auf keinen Fall zu spät kommen, dafür haben sich die Blue Man etwas wirklich Peinliches ausgedacht…..

Noch ein bißchen Hintergrundinfo:
Die Blue Man Group besteht aus einer Gruppe von Schauspielern und Musikern, die als stumme, blau maskierte Personen mit einer begleitenden Band auftreten. In Berlin sind es 3 Blue man und 4 Backgroundmusiker.
Alles fing in der Weltmetropole New York an, wo drei Künstler als Blue Man Group kleine Performances präsentierten. Schnell wurden diese miteinander verknüpft und die Show immer komplexer. Schon bald galt die Show als Geheimtipp für den New York-Besuch. „Wir wollen, dass die Leute ins Theater kommen, ohne genau zu wissen, was passieren wird.“, so Chris Wink, einer der Künstler. Musik macht die Blue Man Group auf 14 eigens entworfenen Polyvinylchlorid-Instrumenten (PVC), die zusammengesteckt eine Länge von über 180 Metern aufweisen würden.

In Deutschland wurden die Blue Men durch Mitwirkung in einigen Werbespots (unter anderem für Intel) bekannt, bevor die Gruppe 2004 die erste Show außerhalb der USA zeigte.“ Wir importieren keine Show aus den USA, die vorprogrammiert ist.“, berichtet Chris Wink. Die Show in Berlin ist einzigartig, genau wie alle anderen auch. Sogar der ostdeutsche Ampelmann und das Brandenburger Tor spielen hier eine Rolle, ebenso, wie sich der Blue Man in Las Vegas über „einige Absurditäten der Popkultur lustig macht. Es ist wichtig, dass die Blue Men immer ein wenig aus ihrer anderen Welt mitbringen, aber auch immer das Flair des Ortes in ihre neue Show einbauen.“ Ihre Inspirationen erlangt das Team dank Stadtrundfahrten durch die neuen Heimatorte der Blue Men.


Die Mitglieder benötigen eine Stunde, um sich für die Show zu präparieren. Es werden Haarabdeckungen aus Latex („Gummiglatze“) benutzt. Diese und das übrige Gesicht werden mit stark fetthaltiger, blauer Schminke abgedeckt. Dieses Make-up trocknet nie, so dass die Gruppe während der gesamten Show das „klebrige“ Aussehen der blauen Köpfe beibehält.

Die Band besteht aus Multiinstrumentalisten, das heißt, alle Musiker beherrschen mehrere Instrumente. Die Musik wird live gespielt. Ausnahme sind die Stücke, in denen die Musiker eine Choreografie absolvieren. Die begleitende Band spielt auf üblichen Instrumenten, insbesondere E-Gitarre, E-Bass und Schlagzeug. Als zusätzliches, durchgängig eingesetztes Saiteninstrument kommt eine elektrische Zither hinzu, die mit unterschiedlichsten Hilfsmitteln angeschlagen wird.

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Die drei Darsteller verwenden außerdem unübliche Klangkörper wie Regenrohre, kleinere Plastikröhren oder umgebaute Trommeln:
Die Drumwall ist eine strukturierte Wand im Hintergrund der Bühne, in der es sieben so genannte „Drumstationen“ gibt. Drei davon sind für die Blue Men. Die anderen vier sind für die Drummer.
Die Air Poles sind eine Serie von Ruten aus glasfaserverstärktem Kunststoff, die ein Geräusch erzeugen, das man mit dem Schwingen eines längeren Stockes oder Holzstabes oder mit einem „swoosh“ vergleichen kann. Durch die Fiberglas-Bauweise ergibt das einen nachschwingenden Ton, der vor allem in den Dunkelheitsabschnitten der Shows der Blue Man Group eine musikalisch düstere Atmosphäre zustande bringt.
Der Durchmesser der Big Drum, beträgt bis zu zwei Metern, entsprechend groß ist der dazugehörige Drumstick. In der Berliner Show beträgt der Durchmesser 36 Zoll; das entspricht 91,4 Zentimeter.
Das Cimbalom wird normalerweise mit weichen Holzhämmern gespielt. Die Blue Man Group nutzt aber normale Drumsticks, um einen aggressiveren Sound zu erzeugen.
Die Drumbone (Kofferwort aus drum (Schlagzeug) und trombone (Posaune)) ist eine Übersetzung der Posaune auf ein Schlaginstrument. Sie ist, im Vergleich zum PVC-Instrument, ein winziges Instrument. Sie besteht aus lediglich vier Rohren, die aber nicht zu einer Einheit verbunden sind. Jeweils zwei Rohre bilden ein unabhängig arbeitendes Instrument, da eines über das andere gestülpt wird und so verschoben werden kann. Dadurch verlängert oder verkürzt sich die Rohrlänge und beeinflusst den entstehenden Ton.
Das PVC-Instrument ist das berühmteste und auch größte Instrument der Blue Man Group. In ihm verbinden sich rund 180 Meter PVC-Rohre zu einem etwa sechs Meter breiten Paket, an dem alle drei Blue Man gleichzeitig spielen können. Die Höhe des Tons wird durch die Länge einer Rohrverbindung bestimmt. Für jeden Blue Man gibt es eine eigene Gruppe von Tönen, die in tiefe, mittlere und hohe Oktave unterteilt sind. Die PVCs werden mit Schaumgummipaddeln gespielt, die aussehen wie Pfannenwender.
Das Tubulum („tube-you-lum“) ähnelt dem PVC-Instrument. Es hat tiefe Töne und wird nicht mit Paddeln, sondern mit normalen Drumsticks gespielt.

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„Unser Erfolgsrezept ist, dass der Zuschauer in unseren Shows das Kind in sich wieder entdeckt. Bei uns verliert man alle Hemmungen. Das macht unsere Show jeden Abend zur größten Party der Stadt.“ Laut Chris Wink ist die Kommunikation mit dem Publikum die Basis ihrer Arbeit. Matt Goldman beschreibt dies wie folgt: „Es ist sehr wichtig, dass es bei unseren Shows keine ‚vierte Wand‘ gibt. Das gesamte Theater wird zur Bühne. Es gibt einige Momente, in denen Leute aus dem Publikum auf die Bühne kommen – aber nur dann, wenn sie es selbst wollen. Es kommt oft vor, dass die Blue Men in den Zuschauerraum gehen, die Wände hoch- und auf die Balkone klettern. Das jeweilige Publikum hat einen riesengroßen Einfluss darauf, wie die Show am Abend verläuft. Sie kann sehr unterschiedlich sein – immer abhängig von den Persönlichkeiten die im Publikum sitzen. Alles ist echt, und wenn jemand hustet oder etwas anderes passiert, reagiert der Blue Man darauf. Das kann den Moment verändern und die Show in eine völlig neue Richtung lenken. Das ist auch der Grund dafür, weshalb die Leute dazu neigen, immer wieder zu uns zu kommen – oft auch drei-, vier- oder fünfmal.“

Quellen: http://archiv.c6-magazin.de/06/kultur/et_cetera/2005/07/1121945447.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Blue_Man_Group

Offizielle Webseite: http://www.blueman.com/

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Girls weekend in Berlin, together with my sister and my niece, I visited my best friend. One of the highlights of the weekend was the show of the Blue Man Group ……..

I have never seen such a show like the blue man group before. The extraordinary and impressive music (sometimes quite noisy, a bit borderline for my niece) is one thing, I`ll describe the instruments in more detail below, the varied show is unique, kinds of topics of everyday life are included a lot and the audience is involved from the first moment. The Blue Man run through the rows and pull more or less voluntary candidates on the stage. The first rows of the audience are equipped with a rain poncho and the audience really needed these ponchos, it is not only water what ends up in the audience, but also color in all variations, mayonnaise? or whatever, streamers, balls – the guys are really imaginative.
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At the beginning of the show little speech belts run right and left beside the stage explaining the rules of the performance very humorous, one or the other (prominiente?) Guest is welcomed, just as the birthday child´s and will give some other curiosity information……
In the show there´s a great light show, music with the PVC tubes, screens of all kinds and color are used. They spoofed the mobile and social media, there is a crash course of brain calisthenics, a rules guide how to behave in a rock concert, various color spitting and throwing art is created live on stage, a young lady was invited to the most extraordinary dinner of her life, a young man was used to a full-size body-painting and very creative work of art, some visitors have to be pretty brave 😉 But from the beginning to the end the entire audience was very engaged and had a lot of fun!
The entire show lasts about 1.5 hours, there is no break. Although the price of the tickets with an average of 80 € is quite high, but I would definitely recommend the visit of the Blue Men Group.
And – yes, if you are delayed, the Blue Man have prepared something really embarrassing for disrespectful people… ..

Some background information:
Blue Man Group
is an organization founded in 1987 by Chris Wink, Matt Goldman and Phil Stanton. The organization produces theatrical shows and concerts featuring experimental music (with an emphasis on percussion), comedy and multimedia; recorded music and scores for film and television; numerous television appearances, and a children’s museum exhibit („Making Waves“).
That these three bald and blue characters would become a cultural phenomenon is an idea that was all but unimaginable when these inscrutable beings first emerged. “We weren’t really goal-oriented,” says Stanton. “When we started walking around (New York), we did it because we wanted to see how people reacted. And being bald and blue was our social life. We didn’t want to go to bars and be part of a singles scene. We wanted our social life to be somehow creative. We knew we would eventually do some kind of performance, but we never envisioned a commercial theatre run.”
The show is an absurd and wondrous blend of music, painting, science and technology, as the Blue Men silently engage in a variety of set pieces that run the gamut from primitive and childlike to witty and sophisticated.
“There really isn’t an explanation,” says Goldman. “Chris dug up a picture that he drew when he was five years old, and it had three blue men in it. And I had a thing in my wallet for years with a blue tribe in South America. I don’t know why it was there; I never put pictures in my wallet. We think the Blue Man has always been here. The best answer is that we found each other”.
While it may seem juvenile that three men painted electric blue from head to toe, who splash paint and water, make sounds and music with hollow tubes, and stuff their mouths full of a wide variety of food like marshmallows and assorted cereals can be this wildly successful, the story of how and why their act came into being is as worthy of a case study in entrepreneurial artistry as one could find.

The blue men need an hour to prepare for the show. They use hair covers made of latex („rubber bald“). These and the rest of the face are covered with high-fat, blue make-up. This make-up never dries, so that the appearance of the blue heads maintains „sticky“ during the show.

The band consists of multi-instrumentalists, all the musicians mastered several instruments. The music plays live, with the exception of the pieces which a choreography. The accompanying band plays with conventional instruments, especially electric guitar, electric bass and drums. An electric zither is the additional, consistently stringed instrument, which is struck with a variety of tools.

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The three actors also use unusual sound body as rain pipes, small plastic tubes or rebuilt drums:
The Drum Wall is a textured wall, with seven so-called „Drum stations“. Three of them are for the Blue Men, the other four are for the drummer.
Air Poles are a series of rods made of fiberglass-reinforced plastic, which produce a noise that you can compare with the wings of a long stick or wooden stick or with a „swoosh“. The fiberglass construction shows a reverberating sound that brings a musically dark atmosphere especially in the episodes of darkness in the show.
The diameter of the Big Drum, is up to two meters, in the Berlin show, the diameter is 36 inches; which corresponds to 91.4 centimeters.
The cimbalom is usually played with soft mallets. However, the Blue Man Group uses normal drumsticks, to create a more aggressive sound.
The Drumbone (portmanteau word from drum (drums) and trombone (trombone)) is a translation of the trombone on a percussion instrument. It is, in comparison to the PVC instrument, a tiny instrument. It consists of only four pipes which are not connected to form a unit. Two tubes form an independent working instrument, one is placed over the other and can be moved. This extends or shortens the tube length and affects the resulting sound.

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The PVC instrument is the most famous and largest instrument of the Blue Man Group. 180 meters PVC pipes connect to an approximately six-meter-wide package, where all three Blue Man can play simultaneously. The amount of clay is determined by the length of a pipe connection. For each Blue Man there is a separate group of tones, which are divided into low, middle and high octave. The PVCs are played with foam rubber paddles that look like spatula.
The Tubulum („tube-you-lum“) is similar to the PVC instrument. It has deep tones and is not played with paddles, but with normal drumsticks.
The Backpacktubulum is the same instrument but with fewer colors and you can use it as a backpack strap on the back, which allows the Blue Man, as a guitarist walking with his guitar freely on the stage.

There is truly a lot to see and hear in their shows……

http://www.blueman.com/

source: http://en.wikipedia.org/wiki/Blue_Man_Group
http://encoreatlanta.com/fox/fox-feature/2011/coloring-the-world-blue.html#.VASNNWOouZQ

http://blog.entrepreneurthearts.com/2009/12/27/an-artistic-entreprenuerial-case-studythe-story-of-blue-man-group/

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4 Antworten zu Blue man group in Berlin

  1. guylty schreibt:

    Sorry, hat jetzt nichts mit den blauen Männern zu tun, aber ich frage mich gerade, warum ich deinem Blog noch nicht gefolgt bin? Äh. Jetzt muss ich erstmal unter der Armitage tag nachlesen gehen 😀 Ich sah da eben schon ein paar Hinweise auf TC etc. Nun bin ich jedenfalls vernetzt. Yay.

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  2. Anneke schreibt:

    hallo,

    weiste vieleicht wie man an die Poncos kommt die man dort kaufen kann ?…ich meine nicht die die auf den Plätzen liegen sondern welche aus dem shop…

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