Sternsinger

Heute waren die Sternsinger bei uns. Im letzten Jahr haben sie unsere Straße irgendwie verpasst – nicht dass ich abergläubisch wäre, aber ich finde es schön, wenn der Segensspruch über unserer Tür hängt und hoffe, dass er Glück bringt…..

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Auch in diesem Jahr gehen, unter dem Motto „Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit!“ wieder viele tausend Kinder in Begleitung Erwachsener für andere Kinder sammeln – eine wunderbare Aktion.
Auch ich bin, vor vielen Jahren mit den kids zweimal – bei Regen, Kälte, Schnee sammeln gegangen und war überrascht wie großzügig die Menschen gespendet haben. Nicht nur, dass viel Geld in unserer Sammelbüchse gelandet ist, nein auch für die Sternsinger selbst gab es Schokolade, Kekse, Pralinen und vieles mehr. Beim zweiten Mal war meine Tüte für die Begleitgeschenke dann deutlich größer 😉

 https://i1.wp.com/www.sternsinger.org/fileadmin/upload/Aktionen/2011-Aktion-DKS/Materialien/Kopiervorlagen-als-jpg/Sternsinger_l-r.jpg

Die Sternsinger sind Kinder und Jugendliche, meist in Begleitung eines Erwachsenen, die im Zeitraum vom 27. Dezember bis zum Dreikönigsfest, dem 6. Januar, manchmal auch an dem darauffolgenden Wochenende – als Heilige Drei Könige gekleidet von Haus zu Haus ziehen. Traditionell und der christlichen Tradition folgend ist einer der Sterndeuter als Myrrhe schenkender Mohr verkleidet. Oft findet zuvor eine Aussendungsfeier in einem Gottesdienst statt. Den Menschen, dieihnen öffnen, singen die Sternsinger Lieder, sprechen ein Gebet oder sagen ein Gedicht auf. Dann schreiben sie an die Haustüren oder die Türbalken mit Kreide die traditionelle Segensbitte C+M+B mit der jeweiligen Jahreszahl. Die Bedeutung der Buchstaben C, M und B ist nicht, wie oft und fälschlich angenommen aus dem Namen der heiligen drei Könige abgeleitet,
– Kaspar, aus dem persischen: der Schatzmeister
– Melchior, der Mohrenkönig, aus dem hebräischen: Der König des Lichtes
– Balthasar, babylonisch: der Herr möge das Leben des Königs beschützen
sondern ist die Abkürzung der lateinischen Worte „Christus mansionem benedicat“ = „Christus segne dieses Haus“.

Ein Mädchen machte den Anfang …..

Sie hat alles, wovon ein 15-jähriges Mädchen träumen kann: schöne Kleider, ein großes vornehmes Haus, eine gute Familie, viele Freunde: Auguste von Sartorius hat das Glück, in wohlhabenden Verhältnissen im Aachen des 19. Jahrhunderts aufzuwachsen. Doch die Nachrichten über Kinder in Not und Lebensgefahr in China und Afrika lassen sie nicht los. Diese Ungerechtigkeit will sie nicht hinnehmen. So beschließt sie, bei Freunden und Verwandten Geld zu sammeln, um der Not der Kinder in der Welt zu begegnen.
Die ganze Geschichte von Auguste findet sich hier.
Heute ist daraus eine riesige Bewegung geworden, die größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder weltweit. Das Werk der heiligen Kindheit heißt der Verein, für dessen Gründung Auguste von Sartorius im Jahr 1846 den Anstoß gab. 1922 wird es zum „Päpstlichen Werk“ ernannt. Seit 1950 wird jährlich der „Weltmissionstag der Kinder“ gehalten: Unter dem Motto „Kinder helfen Kindern“ spenden Kinder in Deutschland für Gleichaltrige in aller Welt. Seit 1959 trägt das Kindermissionswerk, ab 1961 gemeinsam mit dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), die Sternsingeraktion. Jedes Jahr ziehen die als die Heiligen Drei Könige gekleideten Kinder von Haus zu Haus, um den Segen Christi zu bringen und für Kinder in Not zu sammeln.
Aus: http://www.sternsinger.org/home/ueber-uns/geschichte.html

Leider werden es immer weniger Kinder die sammeln gehen. Ja es kostet Zeit und es ist ganz schön anstrengend, bei eisigen Temperaturen oder strömendem Regen durch die Straßen zu ziehen. Aber mir und den Kindern hat es großen Spaß gemacht, wir hatten wirklich das Gefühl etwas erreicht zu haben, außer den Bergen an Süßigkeiten. Ab einem bestimmten Altern wird es leider uncool als Sternsinger zu gehen ;-(

Alle Kinder können teilnehmen, nicht nur Kinder die katholischen Glaubens sind, auch muslimische, evangelische Kinder oder welcher Religion auch immer sie angehören, der Grundgedanke anderen Kindern zu helfen, herrscht hier vor!

Viel Erfolg und ein herzliches Dankeschön an all die Sternsinger-Kinder und die begleitenden Erwachsenen!

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10 Antworten zu Sternsinger

  1. cRAmerry schreibt:

    Meine Grosse ist vor Jahren auch mal mitmarschiert und war schwer beeindruckt, in welchen Haushalten man da so landet. „Mama, das stand ein Flügel!!!!!!“ Bei uns in der Gemeinde kommen die Sternsinger nur auf Bestellung. Da liegen Listen aus und die Truppe weiss dann, wo sie hin muss.

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    • suzy schreibt:

      Ja bei uns gibt es auch eine Grppe, die nur die Bestellungen abarbeitet, aber sonst gehen die Gruppen einfach nur von Tür zu Tür…… und werden bestimmten Straßen zugeordnet 😉

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    • Allalbavincero schreibt:

      Früher kamen die Sternsinger zu Hause auch nur auf Bestellung, deshalb habe ich diesen Brauch in einem nicht-katholischen Haushalt nie wirklich kennengelernt. Und dass das eine Spendenaktion ist, wusste ich sehr lange Zeit auch nicht – um ehrlich zu sein, habe ich das erst vor einigen Jahren herausgefunden. Ich kannte eigentlich nur St. Martin und damit das Martinssingen, das stell ich mir so ähnlich vor, bloß halt ohne die Spenden.

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      • suzy schreibt:

        Das Martinssingen ist ausschließlich für die Kinder und nicht wirklich organisiert. Da gehen die Eltern mit den kids, die für das Singen Süßigkeiten, Mandarinen, Kekse und noch vieles mehr bekommen. Meine kids haben das auch jahrelang gemacht bei jedem Wetter.
        Als wir das erste Mal als Sternsinger unterwegs waren konnte ich es gar nicht glauben, dass es auch diesmal Süßigkeiten gab, zusätzlich zum Geld in die Dose, aber okay, die Sternsinger klingeln ja auch nur einmal bei jedem Haus.
        An St. Martin habe ich selbst auch eine riesige Schüssel voll mit Süßkram für die vielen Kinder die klingeln. Die ganze Nachbarschaft kommt einmal bei uns vorbei, meine eigenen sind aus dem Alter raus……

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        • Allalbavincero schreibt:

          Oh. Ich hätte dazuschreiben sollen, dass ich den Ablauf des Von-Tür-zu-Tür-Gehens an sich meinte, und das ganze nicht nur denken. Tschuldigung. 😉
          Aber ich bin auch, soweit ich mich erinnern kann, zu St. Martin nie in Begleitung von Erwachsenen gegangen. „Ältere“ Bekannte vielleicht (naja, was heißt älter, maximal 4. oder 5. Klasse…), aber keine Eltern. Dorf halt. 😉

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      • suzy schreibt:

        Leider würden die Eltern heute die kids nicht mehr alleine gehen lassen, auch ncht auf dem Dorf, sie könnten ja gekidnappt oder ins Haus gezerrt werden….. früher war das alles noch kein Thema, da haben wir auch nachmittags alleine im Wald gespielt 😉

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  2. Servetus schreibt:

    This is a German custom I’ve always loved.

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  3. Wortman schreibt:

    Ich bin nun nicht gerade gläubig aber den Segensspruch haben wir auch an der Haustür kleben. Hier waren auch die Sternsinger… und dieses Mal sogar mit echtem Mohr 🙂

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