das etwas andere Stöckchen……

Julusch hat mit ihrem Blogpost netterweise erklärt woher die vielen Blogstöckchen (und awards) eigentlich kommen, ich hoffe, ich darf sie zitieren, Quelle hier:

„Was ist eigentlich dieses Stöckchen? Und wer hat’s erfunden? Die Schweizer, wer sonst. Und insbesondere der Iwan. Aber ihr könnt es nicht mehr nachlesen, denn er hat die Antwort in den Datenhimmel geschickt. Die Kurzfassung: Ein Stöckchen ist ein Gedanke, den ich dir zuwerfe, dein Geist fängt ihn auf, und spielt damit. Manchmal lässt er ihn wieder fallen, und manchmal baut er damit riesige Holzhaufen.“

Sie hat allerdings keine 10 Fragen sondern 10 Aussagen in den Raum gestellt, mit den folgenden Fragen dazu:
Was geht dir durch den Kopf, wenn du die unten stehenden Aussagen liest?
Stolpert dein Geist über eine besonders?
Magst du vielleicht zu jeder einzelnen Aussage, oder zu einer ausgesuchten, etwas sagen?

Ich wollte meine Gedanken dazu erst in ihre Kommentare schreiben und habe dann gemerkt, dass es viel zuviel wird für einen Kommentar. Also gibt es einen eigenen Post dazu……..

Hier ihre Aussagen und meine Gedanken dazu:

Ich muss perfekt sein.


Quelle: giphy.com

Nobody is perfect!
Zum Glück muss niemand perfekt sei, ich auch nicht! Das Leben wäre ja superlangweilig wenn wir alle perfekt und uns damit ziemlich ähnlich wären. Kreativität und Spontanität blieben ja völlig auf der Strecke – was für eine grausige Vorstellung. Dabei würde sich dann auch die Frage stellen wer denn bitte die Regeln für „Perfekt“ festlegt? Darüber will ich aber lieber nicht nachdenken!

Ich mag unperfekte Menschen mit Fehlern, Kanten, Eigenheiten 🙂 Charakter!

Mein Leben ist härter, als das der anderen.
Nein, auf keinen Fall. Ich glaube jeder hat sein Päckchen zu tragen, auf die eine oder andere Weise. Aber immer wenn ich mit mir und dem Leben mal wieder besonders hadere, findet sich bestimmt noch Jemand den es schlimmer getroffen hat als ich. Wenn der Tag, Woche, Lebensabschnitt mal wieder ganz ätzend war, denke ich mir „es muss für irgendwas gut sein“……. und hoffe, dass irgendwo wieder ein Silberstreifen auftaucht 🙂
Im nachhinein habe ich festgestellt, dass ich in den schlimmsten Lebensabschnitten/Situationen immer etwas gelernt habe, das es somit für meine Lebenserfahrung und/oder kommende Situationen gut war  😦

Wenn ich es ignoriere, dann wird es weggehen.
Leider nicht, es gibt Situationen die kann man nicht ignorieren, noch schlimmer finde ich jedoch, wenn man absehen kann wo die Situation hinläuft und ich partout nichts dagegen tun kann……
Ganz allgemein habe ich für mich folgenden Grundsatz aufgestellt: Jammern hilft nicht, entweder ich versuche etwas dagegen zu tun oder ich muss mit der Situation leben, jammern macht mich nur langfristig unzufrieden und unglücklich!
Am Schlimmsten ist für mich, wenn bei meinen Kindern etwas „schief“ läuft und ich nichts dagegen tun kann. Oder wenn jemand aus der Familie krank wird…..

Ich bin zu jung oder ich bin zu alt.
Klar wäre jeder gerne hin und wieder jünger, Gründe dafür gibt es viele. Bei den meisten Frauen ist das wahrscheinlich der Fall wenn ihr Mann sie für ein jüngeres Modell austauscht oder sie sich in einen jüngeren Mann verlieben.
Bei das bei mir nicht der Fall ist, bin momentan eigentlich ganz zufrieden mit meinem Alter. Ich habe viel Positives und auch einiges Negatives erlebt, alles hat mich geprägt und mein Leben verändert. Ich möchte die Uhr auch nicht zurückdrehen…..
Zu jung werde ich mich aber bestimmt nicht mehr fühlen….


Quelle: giphy.com

Ich bin einfach nicht der glückliche Typ.
Ja und Nein, schwieriges statement! Insgesamt bin ich mit meinem Leben und mir zufrieden, aber natürlich könnte es immer ein bisschen besser sein 🙂 wer träumt nicht vom Lottogewinn? Vom Traumprinzen der irgendwann von mir gerettet werden muss?
Ich bin nicht der Typ der spontan in Freudentaumel oder Begeisterungsstürme ausbricht. Manchmal wäre ich gerne spontaner und offener. Ich beneide die Menschen die ums Lagerfeuer hüpfen können, bei jeder positiven Nachricht. Ich freue mich eher im Stillen, im Innern und die himmelhochjauchzenden Gefühle habe ich sehr sehr selten. Leider!

Ich verurteile keine Menschen
Eigentlich nicht. Ich nehme jeden Menschen erstmal so wie er kommt.


Den würde ich auch nehmen, wunderbar zum knuddeln…….
Quelle: giphy.com

Jeder hat Ecken und Kanten die mir vielleicht nicht passen. Die habe ich auch. Und so wie ich mir wünsche von Anderen akzeptiert zu werden, nehme ich auch jeden erstmal an so wie er ist. Werde ich jedoch dauerhaft enttäuscht oder hintergangen ziehe ich mich zurück und klar, dann habe ich eine Entscheidung (und Urteil? ) für mich getroffen.
Ich nehme hiervon allerdings Diktatoren, Verbrecher….. aus. Diese Menschen würde ich gerne vor eine Gericht zerren und verurteilen lassen 😦

Wenn ich meinem Herzen folge, wird alles gut werden.
Schön wäre es…….glaube ich aber nicht daran ❤

Ich habe keine Wahl.
Doch, meistens schon. Natürlich kann ich nicht jede Situation bestimmen und/oder verändern. Bei meiner momentanen Jobsuche habe ich keine Wahl – ich suche einen Teilzeitjob und da geht es leider nicht darum „welcher Arbeitgeber passt am besten zu mir?“ oder „wo ist mein Traumjob?“ sonder leider nur darum wer bietet überhaupt einen Teilzeitjob an? Und dann bewerbe ich mich darauf ganz egal wie gut er passt oder wie sympathisch mir der Arbeitgeber vielleicht ist…..
Aber im Privatleben habe ich meist die Wahl – lasse ich mich auf eine „Herausforderung“ ein oder nicht…..

Mein Wert wird durch meine Arbeit bestimmt.
Blödsinn!! Es ist eine schöne und tolle Selbstbestätigung wenn man bei der Arbeit erfolgreich ist und nette Kollegen hat. Es erweitert den Horizont und man lernt immer viel Neues – wunderbar wenn das alles so klappt. Ich würde mich als Menschen jedoch nie ausschließlich über meine Arbeit definieren. Wo bleibt all das was man in der Freizeit macht? Für die Familie, die Kinder, die Freunde? Auch hier kann man viel Wertschätzung erfahren und es wäre doch schrecklich wenn wir nur über die Arbeit wertgeschätzt würden!!

Die Anderen sind einfach besser.
NO! Jeder Mensch hat seine Stärken und Schwächen. Im besten Fall ergänzt man sich. Bei der Arbeit oder im Privatleben. Wichtig ist, zu wissen wo die eigenen Stärken und Schwächen liegen um ggf. Hilfe anbieten oder erfragen zu können. Ehepartner und gute Freunde wissen das meist, hier ergänzt man sich fast automatisch im Freundeskreis. Der eine kann hervorragend die besten Fahrradstrecken auskundschaften, der andere hat ein Händchen beim organisieren von fast ausverkauften Theaterkarten, der dritte kann Fingerfood aus dem stehgreif zaubern…..
Und auch bei der Arbeit hat jeder seine Stärken. Man kann nicht alles wissen und von den Anderen nur dazulernen – einen Kollegen um Hilfe zu bitten oder im Team die besten Lösung zu erarbeiten hilft allen! 


Im Team unschlagbar ❤
Quelle: giphy.com

🙂

Wie ist es mit Euch? Beim lesen sind Euch eigenen Gedanken durch den Kopf geschossen bei den Statements? Bitte gebt Eure Rückmeldung dazu!

Und auch hier gelten folgende Regeln:

  1. Jeder darf sich dieses Stöckchen greifen, damit spielen, darüber nachdenken, und wenn man mag, auch gerne seine Gedanken mit mir teilen.
  2. Willst du etwas dazu sagen? Dann kannst du es gerne im Kommentarfeld machen. Dafür musst du dich nicht anmelden, und kannst anonym bleiben.
  3. Wenn du Blogger bist, antworte auch gerne bei dir “zuhause”. Aber verlinke mich bitte, damit ich deine Antwort sehe,

Danke Julusch für die interessante Gedanken-Diskussion! ❤

 

 

 

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Aktionen, Allgemein abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

9 Antworten zu das etwas andere Stöckchen……

  1. CraMERRY schreibt:

    Hi Suzy, na dann mal los:
    1) Ich muß perfekt sein: Gott sei Dank kann man mit fortgeschrittenem Alter dem Perfektionismus ein Schnippchen schlagen. Wobei ich fairerweise zugeben muß, dass diese Haltung nicht von ungefähr kommt. Ich habe nie den Perfektionismus angestrebt, deshalb komme ich jetzt „im Alter“ auch ganzn gut mit dem Laissez-faire zurecht. Es ist sicher schwerer, wenn man das dem Perfekten schon immer stärker hinterher war.

    2) Mein Leben ist härter, als das der Anderen: Eine wahre Anmaßung, sowas aus dem „Wohlstand“ heraus zu behaupten. Ungeachtet der Tatsache, dass es Lebensituationen gibt, die schwer und belastend sind, würde ich das nie im Vergleich mit anderen sehen.

    3) Wenn ich es ignoriere, dann wird es weggehen: Das versuche ich seit einer Weile und kann bestätigen, dass es nicht funktioniert 🙂

    4) Ich bin zu jung, ich bin zu alt: Ich glaube das eigentlich nicht. Trotzdem fällt es immer mal wieder schwer, daran zu glauben.

    5) Ich bin einfach nicht der grlückliche Typ: Entschiedenes NÖ!

    6) Ich verurteile keinen Menschen: Ahhh, da geht es ans Eingemachte. Ich weiß natürlich, dass sich das nicht gehört und man tunlichst davon Abstand halten sollte. Aber ja, ich neige durchaus zum gepflegten Vorurteil. Lasse mich aber total gerne vom Gegenteil überzeugen 😀

    7) Wenn ich meinem Herzen folge, wird alles Gutwerden: Da fehlt mir ein wenig die Übung.

    8) Ich hab keine Wahl: Eine meiner liebsten Ausreden. 😉 Aber nicht wirklich zielführend.

    9) Mein Wert wird durch meine Arbeit bestimmt: Eher nicht, wobei es einen enormen Teil ausmacht, wenn man bedenkt, wieviel Zeit man so im Durchschnitt an seinem Arbeitsplatz verbringt. Ich fände es schlimm, wenn ich mich nicht auch darüber zum Teil identifizieren könnte,

    10) Die Anderen sind einfach besser: Auf diesen Gedanken will ich garnicht allzuviel Zeit verschwenden. Denn dann brauche ich garnichts mehr anzufangen. Natürlich fühle ich mich auch oft unzulänglich, aber das mag ich nicht dadurch begründen, dass alle anderen per se besser/schöner/wunderbarer/erfolgreicher sind als ich.

    So, that’s it. 🙂

    Gefällt 1 Person

    • suzy schreibt:

      Danke für´s aufgreifen!!! Bei den meisten Deiner ‚Aussagen‘ habe ich direkt gedacht, das sehe ich auch so 🙂 Was wohl jemand sagen würde, der/die deutlich jünger ist als wir? Oder älter?

      Gefällt mir

  2. Die Poe schreibt:

    Uh, ich glaub das Stöckchen hol ich mir, das klingt gut.

    Gefällt 1 Person

  3. Esther schreibt:

    Schön zu lesen wie Du diese Statements siehst!
    Vielleicht hol‘ ich mir das Stöckchen auch, hab‘ da auch so meine Gedanken… ich schau Mal wann und ob ich mir die Zeit dafür nehme. 🙂

    Gefällt 1 Person

    • suzy schreibt:

      Ja so ging es mir auch, mit den Gedanken. Es wurden dann immer mehr und zu viele für einen Kommentar…..ich würde mich freuen, wenn Du es ins ‚englische‘ überträgst 🙂

      Gefällt mir

  4. Julita Kamann schreibt:

    Hallo Suzy,
    danke für das Aufgreifen des Stöckchens. Genau so habe ich es mir vorgestellt. Zumindest ist jetzt nachgewiesen, dass du ein viel entspannterer Mensch bist als ich. 🙂 Und das ist auch gut so. Danke das du mich an deinen Gedanken hast teilhaben lassen.
    Ganz liebe Grüße Julusch

    Gefällt 1 Person

  5. Pingback: das etwas andere Stöckchen … – passion of arts

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s