Halloween

Halloween steht wieder eimal vor der Tür!

black and white animated GIF Quelle: giphy

Bei uns im Stadtteil ist es nicht sonderlich beliebt, wenn die Jungs und Mädels am 31. Oktober an den Haustüren klingeln, denn viele Hausbewohner rechnen erst Anfang November mit süssigkeitshungrigen Kindern – da finden bei uns die vielen Laternenumzüge statt – und sind somit nicht mit den wirklich wichtigen! Grundnahrungsmitteln ausgestattet 🙂

Aber dennoch haben viele Nachbarn wunderschöne Kürbisse vor der Haustüre stehen, beleuchtet oder nicht – immer ein Hingucker!

Besonders schön waren die, die ich auf facebook gefunden habe:

Sowas bekomme ich leider nicht alleine hin, Kürbisse können ja echt knallhart sein, auch wenn mein Angetrauter ein unterstützendes Kreativ-Arbeits-Set gekauft hat:

Aber nicht nur verkleidete Kinder und Jugendliche sind in dieser Nacht unterwegs sondern auch Hexen, Gespenster, Skelette…….
An einer Hauswand habe ich eine Hexe entdeckt die sich offensichtlich verflogen hat:

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Wieso eigentlich Hexen, Skelette und Gespenster?
Mein Vater schimpft immer über den amerikanischen Brauch, der sich bei uns breit gemacht hat, aber das ist Halloween ja gar nicht.
Ursprünglich, vor Hunderten von Jahren, war Halloween ein Herbstfest der Druiden im alten England. In der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November, so die Sage, spuken Hexen und Geister leibhaftig auf der Erde herum……
Und so feierten schon vor über 2.000 Jahren die Kelten im alten England  zum Ende des Sommers das ‚Samhain’, denn der 31. Oktober war bei ihnen der letzte Tag des Jahres, der Jahreskalender war damals anders gestrickt. Der Sommer wurde an diesem Tag mit großen Herbst-Feuern verabschiedet und gleichzeitig der Winter begrüßt. Die Menschen bedankten sich bei ihrem Sonnengott, dem ‚Samhain’  für die hoffentlich gute Ernte und gedachten der Seelen der Verstorbenen.
Der Sonnengott wurde vom keltischen Gott der Toten abgelöst. Die Kelten glaubten fest daran, dass die Seelen der Verstorbenen in der Nacht vom 31. Oktober als Geister auf die Erde zurückkommen, um in ihre Häuser zurückzukehren. Und die Geister und heimatlosen Seelen, die trotz der großen Feuer den Weg nicht finden und verzweifelt umherirren spukten seitdem durch die Nacht, erschrecken friedliche Menschen und treiben allerhand Unwesen.
Einige Jahrhunderte später ernannte der Papst den 1. November zum Feiertag – ‚Allerheiligen’, an dem der christlichen Märtyrer gedacht wurde. Aus dem Samhain- Fest wurde im Laufe der Zeit  ‚das Fest am Vorabend zu Allerheiligen’, und das heißt auf englisch ‚All Hallows’ Evening’  oder abgekürzt ‚Hallows’ E’en’. Inzwischen sagen wir Halloween.

Quelle: www.labbe.de

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Die Mexikaner feiern übrigens ein ganz ähnliches Fest:
Día de los Muertos
, das mexikanische Totenfest, findet am 2. November statt und ist neben dem Fest der Jungfrau von Guadalupe am 12. Dezember, das bedeutendste Fest Mexikos. Dem Glauben nach besuchen in der Nacht vom 1. auf den 2. November die Seelen der Verstorbenen die Lebenden. Aus diesem Grunde ist dieser Tag, anders wie z.B. in Deutschland, kein Trauertrag sondern es findet ein farbenprächtiges Volksfest zu Ehren aller Verstorbenen statt. In den Geschäften und auf den Märkten werden schon Wochen vor dem 2. November Skelette aus Draht oder Pappmaché, künstliche Totenköpfe in allen Formen und Farben, Abbildungen der berühmten „Calavera Catrina„,

                            wikipedia

Marzipansärge und „calaveras de dulce“ (Totenköpfe aus Zuckerguss) angeboten.

Calaveras
In den Familien laufen die Vorbereitung „zum Besuch der Verstorbenen“ auf Hochtouren. Um ihnen einen feierlichen Empfang bereiten können, werden die Gräber mit Blumen und Kerzen geschmückt, die Häuser geputzt, Opferaltäre, die sogenannten „ofrendas“, in den Häusern errichtet und ein spezielles Brot, das „pan de muertos“ (Totenbrot), welches es nur an diesem Tag zu essen gibt, gebacken. Der Heimweg für die Verstorbenen wird mit Blumen gekennzeichnet.
Um zu vermeiden, dass sich die Verstorbenen auf dem Weg nach Hause verirren oder versehentlich zu einem falschen Opferaltar gelangen, werden auf dem Weg vom Friedhof bis zum jeweiligen Wohnhaus gelbe Cempasúchil –Blüten , – in der Indiosprache Nahuatl „Blumen der 400 Blüten“ – gestreut. Man geht davon aus, dass die Verstorbenen die Farbe gelb am besten erkennen können. Nachdem in der Nacht auf den 2. November die Seelen der Verstorbenen im Haus empfangen wurden, findet anschließend der Abschied von den Toten auf den Friedhöfen und an den Gräbern statt. Es werden mitgebrachte Speisen gegessen, getrunken, musiziert, getanzt und die Verstorbenen bis zum nächsten Jahr, dem nächsten Día de los Muertos, verabschiedet. – Schön!
Quelle: www.mexiko-mexico.de/

Und damit wünsche ich Euch allen:

happy halloween animated GIF Quelle: giphy

Und wer noch ein nettes Rezept für Süßigkeiten braucht:

Quelle: CountryLiving/videos/

Und auch hier finden sich ganz viele tolle Halloween Rezepte:
http://emorfes.com/2015/10/22/10-halloween-dishes-with-recipes/

x-Spooky-Spaghetti-with-Eyeballs-Halloween

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