#9 Mach was mit Herbst

Das aktuelle Motto von Pö´s und Herba´s Blogprojekt lautete für Anfang November, ganz Jahreszeitengerecht „Herbst„.
Hah, dazu kann jeder sogar ich etwas finden und so habe ich mich beim spazieren gehen und auch sonst, durch Farben, Worte, Bilder und vielem mehr – inspirieren lassen 🙂
Denn gerade im Herbst gibt die Natur nochmal Alles! 🙂 volle Farbenpracht!

IMG_2665

Septembermorgen

Im Nebel ruhet noch die Welt,
Noch träumen Wald und Wiesen:
Bald siehst Du wenn der Schleier fällt,
Den blauen Himmel unverstellt,
Herbstkräftig die gedämpfte Welt
In warmem Golde fließen.
Eduard Mörike (1804-1875)

autumn animated GIF Quelle: giphy

100_8066
Herbstgefühl

Fetter grüne, du Laub,
Am Rebengeländer
Hier mein Fenster herauf!

Gedrängter quellet,
Zwillingsbeeren, und reifet
Schneller und glänzend voller!

Euch brütet der Mutter Sonne Scheideblick,
Euch umsäuselt des holden Himmels
Fruchtende Fülle;

Euch kühlet des Mondes
Freundlicher Zauberhauch,
Und euch betauen, ach!

Aus diesen Augen
Der ewig belebenden Liebe
Vollschwellende Tränen.
Johann Wolfgang von Goethe ( 1749-1832)

Quelle: Surrealismo/facebook

 IMG_2666  IMG_2673   IMG_2678  IMG_2677

Der schöne Sommer ging von hinnen,
Der Herbst, der reiche, zog ins Land.
Nun weben all die guten Spinnen
So manches feine Festgewand.

Sie weben zu des Tages Feier
Mit kunstgeübtem Hinterbein
Ganz allerliebste Elfenschleier
Als Schmuck für Wiese, Flur und Hain.

Ja, tausend Silberfäden geben
Dem Winde sie zum leichten Spiel,
Sie ziehen sanft dahin und schweben
Ans unbewußt bestimmte Ziel.

Sie ziehen in das Wunderländchen,
Wo Liebe scheu im Anbeginn,
Und leis verknüpft ein zartes Bändchen
Den Schäfer mit der Schäferin.
Wilhelm Busch (1832-1908)

IMG_2675

Der Schnupfen

Ein Schnupfen hockt auf der Terrasse,
auf dass er sich ein Opfer fasse
und stürzt alsbald mit großem Grimm
auf einen Menschen namens Schrimm.
Paul Schrimm erwidert prompt: „Pitschü!“
und hat ihn darauf bis Montag früh.
Christian Morgenstern (1871-1914)

IMG_1261

Ganz klassisch:

Quelle: caballerohorus

IMG_2672

Herbst

Nun lass den Sommer gehen,
Lass Sturm und Winde wehen.
Bleibt diese Rose mein,
Wie könnt ich traurig sein?
Joseph von Eichendorff (1788-1857)

100_8076

 

Wer noch Lust hat etwas herbstliches zu basteln

Fledermaus basteln
findet hier viele Anregungen: http://www.familie.de/

IMG_1262

Die Blätter fallen

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.
Rainer Maria Rilke (1875-1926)

fall animated GIF
Quelle: giphy

Der Herbstwind

Der Herbstwind rüttelt die Bäume,
Die Nacht ist feucht und kalt;
Gehüllt im grauen Mantel,
Reite ich einsam im Wald

Und wie ich reite, so reiten
Mir die Gedanken voraus;
Sie tragen mich leicht und luftig
Nach meiner Liebsten Haus.

Die Hunde bellen, die Diener
Erscheinen mit Kerzengeflirr;
Die Wendeltreppe stürm ich
Hinauf mit Sporengeklirr.

Im leuchtenden Teppichgemache,
Da ist es so duftig und warm,
Da harret meiner die Holde,
Ich fliege in ihren Arm.

Es säuselt der Wind in den Blättern,
Es spricht der Eichenbaum:
Was willst du, törichter Reiter,
Mit deinem törichten Traum?
Heinrich Heine (1797-1856)

Autumn day – Ólafur Arnalds

Quelle: Anna Menard

Der fliegende Robert

Wenn der Regen niederbraust,
Wenn der Sturm das Feld durchsaust,
Bleiben Mädchen oder Buben
Hübsch daheim in Ihren Stuben.

Robert aber dachte: Nein!
Das muss draußen herrlich sein!
Und im Felde patschet er
Mit dem Regenschirm umher.

Hui wie pfeift der Sturm und keucht,
Dass der Baum sich niederbeugt!
Seht! Den Schirm erfasst der Wind,
Und der Robert fliegt geschwind

Durch die Luft so hoch, so weit;
Niemand hört ihn, wenn er schreit.
An die Wolken stößt er schon,
Und der Hut fliegt auch davon.

Schirm und Robert fliegen dort
Durch die Wolken immer fort.
Und der Hut fliegt weit voran,
Stößt zuletzt am Himmel an.

Wo der Wind sie hingetragen,
Ja, das weiß kein Mensch zu sagen.
Heinrich Hoffmann (1809-1894)

happy animated GIF
Quelle: giphy


100_8069
Die Gedichte stammen von der folgenden Seite:

http://www.schule-und-familie.de/herbstgedichte.

Ich wünsche Euch schöne Herbstspaziergänge!!!

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Fotos, Kulinarisches, Wetter abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

21 Antworten zu #9 Mach was mit Herbst

  1. Esther schreibt:

    Meine Tochter hat gerade eben mitgeschaut und wir haben uns beide in den kleinen Igel verliebt. 🙂

    Gefällt 1 Person

  2. Die Poe schreibt:

    Hachja, der Herbst ist eine wunderschöne Jahreszeit! Danke fürs mitmachen!

    Gefällt 1 Person

  3. Paleica schreibt:

    mit ausnahme der achtbeinigen wirklich schöne eindrücke von meiner liebsten jahreszeit 🙂

    Gefällt 1 Person

  4. Hariclea schreibt:

    ach wunderschone Fotos und der kleine Igel ist supersuss! Hier sieht man leider keine in der Stadt bloss Eichhörnchen. Und viele Spinnen, bleh! Der Herbst ist irgendwie ganz schnell gekommen, wie oft hier man kann nie viel die Farben geniessen weil alles schnell runtergefallen ist 😦 Wollte meine neue Kamara mitnehmen und den Park geniessen aber vor Ende nachster Woche wird nichts draus, mal sehen ob das Wetter halt.

    Gefällt 1 Person

    • suzy schreibt:

      Ich drücke Dir die Daumen, wir haben wunderschönes Herbstwetter und man kann die Farben, Blätter, Bäume toll genießen beim spazieren gehen……hoffen wir, dass es bis zum Wochenende hält ❤

      Gefällt mir

  5. Herba schreibt:

    Eine tolle Zusammenstellung. Danke fürs Mitmachen!

    Gefällt mir

  6. Pingback: Gemeinschaftsblogprojekt ‘Mach was!’ – Ergebnis #9 und neues Thema | Unkraut vergeht nicht….oder doch?

  7. Servetus schreibt:

    Igel!!!

    Gefällt 1 Person

  8. Servetus schreibt:

    Ich mag sie 🙂

    Gefällt 1 Person

  9. dougstuber schreibt:

    KC and the Thanksgiving Prayer

    I gave a thanksgiving prayer to a new family I met near Asheville.
    I got twigs and built a triangle (the three goddesses: corn, squash and
    beans) and a square (the four directions: North – Winter and cleansing,
    East: Spring and beginnings, South: Summer and warmth, West: Fall
    and remembrances. The triangle sits above the square, because it is the
    women who feed us.

    You start in the square facing West and, while turning right for each
    new direction, say:

    We salute you for your wind and fresh new sky
    We salute your wonderful people and cleansing snow
    We greet the day with dreams to labor by
    We salute your sun and love and fun and go

    To green mountains, cold river by the leaves
    Of Rhododendron bushes, tall black trees.
    A new friend of mine now believes,
    Captured by spirits she feels by doesn’t have to see.

    Gefällt mir

  10. dougstuber schreibt:

    My Heart Needs A Home

    Doesn’t yours? Roaming Merrie Woods and Toxaway Falls
    where kayaks glide, cattails distend into cottony seed puffs,
    we discover the essence of each other. Photos snapped as wind
    comes to sailing level entertain beneath Jackson’s half dome.
    Gems, but mostly agates, sit underground, along river beds,
    few found. Lips feel the feathery touch of willow, tangled
    hair straightens at fingers command, knees bent, prone to the
    correct angle to capture sunbathing elder who reads as he sits
    in an Adirondack chair on the eastern continental divide, three
    thousand four hundred eighty six feet, make it eighty five,
    above sea level. Black bear images at first fool newcomers,
    into serenity, but the live scroungers will be around in person.
    This is where it all begins. Doe emerges below newly stained
    deck, wobbles, shakes off mom’s sticky womb extras. Walking
    the lake trail, finding the right overlook, slipping on mossy rocks,
    launching tomorrow today. Misunderstandings disappear when
    genuine care initiates a navigational victory on the Blue Ridge
    looking south to the Smokeys, in the servants’ staircase, among
    well-planted gardens, over festive lunch, a metaphor of chicken,
    enjoyed with the self esteem of roast beef on gluten-free bread.

    Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s