Advent und ‚Drei Haselnüsse für Aschenbrödel‘

Ich weiß nicht wann ich diesen Film zum ersten Mal im Fernsehen gesehen habe, ich war auf jeden Fall Teenager und seit diesem schicksalshaften Nachmittag ein Fan fürs Leben. Es begab sich zu den Zeiten als es noch 3 Programme im TV zu sehen gab und meine Schwester und ich in trauter Gemeinsamkeit vor der Glotze saßen. ‚Drei Nüsse für Aschenbrödel‚ gehörte und gehört für uns zur Adventszeit wie die Kerzen auf dem Adventskranz. Sogar mein Mann musste, gleich als wir uns kennen lernten, mit gucken zum Glück ist auch er ein Fan von dem bezaubernden Märchen mit den 3 Nüssen, die so interessante Dinge verstecken……

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Bildquelle: familiadei
Diese 3 Nüsse sind ein Geschenk an Aschenbrödel – der Knecht soll ihr aus der Stadt einfach das mitbringen, was ihm direkt vor die Nase fällt, sagt sie. Er bringt ihr diese drei unscheinbare Haselnüsse mit, die ihm wirklich direkt vor die Nase, heißt auf die Mütze gefallen sind und wieso? Weil der Prinz mit seiner Armbrust sie ihm genau da hinplatziert ❤
Und wie oft bekomme ich zu hören, wenn ich in Urlaub fahre: „bring mir das mit was Dir als Erstes vor die Füsse fällt“?

Herba hat uns netterweise schon mitgeteilt, dass wir, selbst wenn wir es wollten, es kaum schaffen dürften an diesen Film auch in diesem Jahr vorbeizugehen….. 15 Termine hat sie aufgelistet!

 Emanzipiertes Aschenbrödel: Sie kann frech und burschikos sein, das heißt aber nicht, dass sie nichts für Romantik übrig hätte

Quelle: welt.de

Warum lieben wir diese Version des Aschenputtels so sehr?
Vielleicht weil Aschenputtel so emanzipiert ist? Weil Sie stark und frech ist, reitet, jagt und sich bei all den Gemeinheiten durch die Stiefmutter und Stiefschwestern  nicht unterkriegen lässt?  Denn gerade dann, wenn die Stiefmutter wieder einmal besonders gemein war, schnappt sie sich ihren Nikolaus und reitet mit ihm durch den Winterwald um junge Prinzen zu ärgern……

Laut wikipedia hatte der Film seine Kinopremiere in der ČSSR am 1. November 1973, in der DDR im März 1974. Am 26. Dezember 1975 wurde der Film erstmals im westdeutschen Fernsehen gezeigt. Bekannt wurden durch diesen Film die Schauspielerin Libuše Šafránková und der Schauspieler Pavel Trávníček. Beide wurden mehr oder weniger durch einen Zufall gecastet: Regisseur Václav Vorlíček erinnerte sich nach einem Casting mit über 2.000 Bewerberinnen an ein Mädchen, das er Jahre zuvor in einem Fernsehfilm gesehen hatte: Libuše Šafránková. Pavel Trávníček entdeckte er, als dieser in einem Abschlussfilm für einen Freund mitspielte, dessen Prüfer Václav Vorlíček war. Gedreht wurde in Kulissen in den Ateliers der Babelsberger Filmstudios, rund um Schloss Moritzburg bei Dresden, in den Filmstudios Barrandov in Prag und an verschiedenen Orten in der Tschechoslowakei, beispielsweise im Wasserschloss Švihov (Schwihau) und im Böhmerwald. Die originalen Spielstätten in Moritzburg gelten seitdem als attraktives Touristenziel, die Treppe, auf der Aschenbrödel ihren Schuh verlor, als beliebter Ort für Heiratsanträge.

Es gab mehrere Sonderausstellungen mit mehr als 150.000 Besuchern. Am 7. November 2015 kehrte die Ausstellung an den originalen Drehort zurück. Die Festsäle des Schlosses und die originalen Filmstätten wurden verstärkt in das neue Konzept einbezogen und bieten jetzt nicht nur den Rahmen nicht nur für die Requisiten des Films, sondern auch für die Kostüme. Wünsche und Vorschläge von Besuchern flossen in das Konzept ein. Dazu wurde ein Ausstellungsrundgang im winterlich dekorierten Schloss konzipiert. Die Kulissen des Films, wie der Bauernhof oder die Gute Stube, sind überarbeitet worden oder neu entstanden. Interviews mit Regisseur und Darstellern über die Entstehungsgeschichte des Films und die Lebensläufe der Akteure wurden abgehalten. Zwei Räume des Schlosses wurden zu Kinosälen umfunktioniert. Hier informiert u. a. eine Dokumentation des Filmgymnasiums Potsdam über die Entstehung des Ballsaals. Lebensgroße Wachsfiguren von Aschenbrödel und dem Prinzen sind zur Filmmusik von Karel Svoboda ausgestellt. Ein Modell des Ballsaals im Maßstab 1:8 wurde neu überarbeitet. Einige Filmfiguren können mittels einer Kurbel zum Tanzen animiert werden oder eine Trickkamera zeigt die Verwandlung der Haselnuss in das Hochzeitskleid von Aschenbrödel. Ende Februar 2014 wurde eine Kopie von Aschenbrödels Ballkleid aus der Ausstellung gestohlen, im Mai 2014 jedoch in einem Paket an die Zentrale von Schlösserland Sachsen zurückgeschickt. 🙂

Allerlei Hintergrundinfo erhalten wir hier:

Es gibt fast Nichts was man zu diesem Film nicht kaufen kann!

Die Noten der Filmmusik finden sich hier: http://www.notendownload.com/

Auch das Prinzessinnenkleid kann man kaufen, die DVDs in allen Varianten, die Prinzessinnenbox mit Diadem! Nur für den Fall, dass Euch noch ein Weihnachtsgeschenk fehlt! http://www.spondo.de/drei-haselnuesse-fuer-aschenbroedel-themenwelt

Die Hintergründe über die Frau, die hinter der Figur im Film stecken soll, finden sich hier: welt.de

Und noch ein bisschen mehr Info über den Film, die Dreharbeiten und das jährliche Aschenputtel Fest hier:

Viel Spaß beim Schauen!!!

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32 Antworten zu Advent und ‚Drei Haselnüsse für Aschenbrödel‘

  1. CraMERRY schreibt:

    Oha, was fand ich den Prinzen süß 😉 und dann diese Musik *schmacht*

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  2. Guylty schreibt:

    Schöne Kindheitserinnerung – auch wenn der Film bei mir nie Kult war. Aber kennen tue ich ihn natürlich. Für meine Kinder habe ich ihn auch auf DVD gekauft (muss ich mal anschmeißen). Besonders schön daran fand und finde ich noch immer, dass das so ein grenzüberschreitendes Erlebnis ist. Diesen Film kannten unsere Altersgenossen in der DDR genauso wie wir. (Überhaupt waren die Kinder- und Jugendfilme aus dem Osten immer wesentlich besser als die westdeutschen, fand ich…)

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  3. Esther schreibt:

    Ich wusste nicht, dass der Film so gross ist! Werde ihn mir bald wieder anschauen, zum ersten Mal seit Mitte 80er Jahre!

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  4. dougstuber schreibt:

    amazing still from the Robin-Hood looking archer in winter. Some director got an awful lot of bare thigh into the viewfinder. What a world.

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  5. kowkla123 schreibt:

    hat Spaß gemacht, ein gutes Adventswochenende wünsche ich

    Gefällt mir

  6. singendelehrerin schreibt:

    Hach – der schönste Märchenfilm aller Zeiten! ❤ In meinem Kopf höre ich immer die Melodie und sehe Aschenbrödel und den Prinzen durch die schneebedeckte Landschaft reiten. Aber gesehen habe ich den Film tatsächlich schon Jahre nicht mehr. Jetzt gibt's ihn auch bei Amazon Prime… Hmm… So viel Informationen hast du hier zusammengetragen – toll!

    Ich habe dich übrigens für den Liebster Award nominiert – als kleines Dankeschön dafür, dass du meinen Blog verfolgst! Außerdem singst du auch! 🙂 https://singendelehrerin.wordpress.com/2015/12/13/liebster-award-2015-7/

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  7. dougstuber schreibt:

    The light and small ones would be 2039, 2029, 2048 and 2061 seen here: https://dougstuber.wordpress.com/2015/11/05/available-paintings/

    I could mail one of those easily enough. Sometimes your wondrous customs folks can lay on quite a tax for art, but I could mix the painting into a larger size cubical box, that might beat the tax men.

    Gefällt 1 Person

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