Eddie the Eagle – Kurzkritik

Am Wochenende waren wir kurz entschlossen in der Komödie Eddie the Eagle. Zum Glück hatte ich mich zuvor nicht wirklich informiert worum es in diesem Film ging und so hatte ich einfach nur viel Spaß und auch Spannung, da ich eben NICHT wusste wie weit der junge Mann kommen würde. Und genau aus diesem Grund halte ich mich hier auch kurz und bedeckt, damit auch Ihr noch voller Vorfreude im Kino sitzen könnt.
Ein paarmal habe ich während des Films gedacht – wer denkt sich sowas aus? Aber genau das ist ja das interessante, es handelt sich um eine wahre Geschichte, wie absurd auch immer sie scheinen mag 🙂

Bilder sagen mehr als Worte:

Der trailer beschreibt die Story und die Problematik. Der größte Traum eines jungen Mannes ist es einmal bei den Olympischen Spielen mit zu machen – EGAL WIE!!!
Und so probiert er im Laufe seines jugendlichen Lebens alle Sportarten aus, die ihm diesem Ziel näher bringen würden. Mit mehr oder minder sehr komischem NichtErfolg. Zum Entsetzen seiner Eltern, die ihn aber bei allem unterstützen, obwohl sein Vater den Traum, dass ihm sein Sohn als Verputzer unterstützen wird, nie ganz aufgeben wird. 🙂

Die Erzählung ist sehr humorvoll, manchmal bitterschwarz, bspw. wenn seine Mutter Eddie eine Kiste für die zukünftigen Medaillen schenkt, in der er dann die zerbrochenen Brillen sammelt, die bei den vielen Versuchen eine neue Sportart zu erlernen, so anfallen. Lachen und weinen möchte man beim zusehen manchmal zugleich, denn der junge Mann, der nur diesen einen großen Traum hat und ihn unter keinen Umständen aufgeben möchte, ist mit Nichten ein Sportler und das sagen ihm die Leute meist sehr direkt………..

Eddie the Eagle erzählt die Geschichte des Briten Michael Edwards (hervorragend verkörpert von Taron Egerton), der Großbritannien bei den Olympischen Spielen 1988 in Calgary vertrat. Zu den Olympischen Spielen konnte er sich nur qualifizieren, weil er (ich glaube seit 1927?) der EINZIGE britische Vertreter dieser Sportart war. Obwohl das britische Olympische Komitee, diverse Sportjournalisten, Schulkameraden, Sportkameraden und auch der Vater ihn bereits als Versager abgestempelt haben, schafft es der Dickkopf mit Hilfe eines charismatischen Trainers mit sehr vielen Ecken und Kanten, die immens hohen Hürden zu überklettern überwinden.
Und das im wahrsten Sinne des Wortes, der Blick von so einer Skischanze – keine zehn Pferde würden mich da raufbringen 🙂
Der Trainer wird von einem sehr markigen und hageren Hugh Jackman (der mich mit seiner 80er Brille sehr an einen anderen bestimmten Schauspieler erinnert hat………. ❤ ) gespielt, der einen sehr riesigen inneren Schweinehund mit viel Alkohol überwinden muss bevor er Eddie davon abhält sich den Hals zu brechen. Mit seiner eindrucksvollen Schilderung der perfekten ‚Ski-Springer-Landung‘ bei der ‚Mann‘ an Bo Derek und noch ein paar andere muskelanspannende Tätigkeiten denken sollte, hat er es geschafft, dass das gesamte Kino vor Lachen Bauchschmerzen bekam 🙂

Iris Berben spielt auch noch mit, sie verkörpert die Wirtin einer Bar/Gaststätte auf der Skipiste, bei ihr darf der mittellose Brite nächtigen, auch wenn er ihre Avancen bezüglich der Gegenleistungen in seiner Naivität nicht so wirklich begreift……

Richtig gut fand ich auch die typische 80er Jahre Musik und die Klamotten, die mir einige Dejá vue beschert haben 🙂

Eddie the Eagle ist richtig tolles gute Laune Kino mit der simplen Botschaft,
Glaube an Deine Träume und Mitmachen ist alles!!

Wer neugierig ist, alles über Michael Edwars bei wikipedia.

Hier gibt es ein Interview mit den Hauptdarstellern:


Quelle: screenslam

Vorsicht Spoiler!!!!
Und 1988 hat Günther Jauch den echten Eddie the Eagle interviewt:

 

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14 Antworten zu Eddie the Eagle – Kurzkritik

  1. CraMERRY schreibt:

    Also ich habe ihn noch sehr klar vor Augen, als er da oben auf der Schanze saß ! Er war aber auch zu kurios und echt hässlich mit seinem Knautschgesicht und dieser Brille mit den Glasbausteinen (armer Wicht). Hätte fast gedacht, dass es sogar noch vor ’88 stattgefunden hat. Tja, langsam verliert sich die Vergangenheit im Nebel …. 😁

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    • suzy schreibt:

      Dann ist Dein Gedächtnis besser als meins! Ich kannte ihn überhaupt nicht,das ging voll an mir vorbei. Dementsprechend fand ich es auch voll spannend wie weit er kommt 🙂

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      • CraMERRY schreibt:

        Das sind dann wohl die entscheidenden paar Jährchen mehr…. 😊 Ich habe aber auch rasend gerne Wintersport geschaut damals.

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        • suzy schreibt:

          Bei uns war immer Tennis und Formel 1 angesagt, Wintersport ist bei mir nicht wirklich im Gedächtnis hängen geblieben. Obwohl wir immer alle auch Ski gefahren sind……. *grübel, grübel*

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  2. Pingback: Kritik: Eddie The Eagle | filmexe

  3. Elanor schreibt:

    Ich erinnere mich, dass ich als Jugendliche über Eddie gestaunt und ihm sehr die Daumen gedrückt habe. Ich hatte immer Angst, dass er runter fällt. Die Olympischen Spiele waren in unserer Familie immer ein großes Ereignis und er ist mir im Gedächtnis geblieben.
    Übrigens, ist Hugh Jackman nicht total sympathisch? Ich mag ihn sehr gerne und bin zur Zeit von seiner Rolle in der Musicalverfilmung „Les Miserables“ ganz begeistert.

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    • suzy schreibt:

      Der Mann ist schon ein Alleskönner. Bei Les Miserables war ich dann doch erstaunt wie gut (oder auch nicht) die alle singen können 🙂
      Meine Kinobegleitung ist auch RA Fan und wie er da einmal so stand mit dieser 80er Brille erinnerte er mich sehr an (das selfie von) RA. Meine Begleitung drehte sich zu mir und meinte: Der sieht doch aus wie…..? ❤

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  4. Herba schreibt:

    Es gab eine Zeit, da haben die Öffentlich-Rechtlichen in jeder neuen Skisprungsaison die alten Bilder von Eddie rausgekramt, daher habe ich den Echten auch ziemlich klar vor Augen….samt dem Gefühl der Ungläubigkeit, dass der Mann sich so eine Schanze runtertraut und der Angst, dass sie ihn gleich irgendwo vom Hang abkratzen müssen 😉
    Und durch Hugh Jackman ist der Film für mich eh Pflicht, da liest man gerne, dass sich das Anschauen lohnt!!!

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