….dann waren es nur noch zwei !

Mein Großer ist ausgezogen. Nachdem vor einigen Wochen mein Mann das Haus verlassen hat, bedingt durch ganz andere Gründe, ist jetzt auch mein ältester Sohn ausgezogen, nach Maastricht, zum Studieren 🙂

Eigentlich hatte er ja die Einschreibefrist, den 1. Mai verpennt, konnte sich aber doch noch nachträglich zum Losverfahren anmelden und siehe da, er hat tatsächlich noch einen Platz an der Uni für das Fach Betriebswirtschaftslehre bekommen – gelehrt wird in Englisch und all die Nachhilfe war für etwas gut…… 🙂
Und jetzt zieht mein großer, verhätschelter Sohn gerade aus. Ja genau der, dem Mutter und Frau alles nachtragen muss, der sein Fahrrad im Vorgarten nicht findet, alles stehen und fallen lässt und grundsätzlich jeden Schlüssel verlegt. Aber all diese kleinen und wichtigen Dinge muss er jetzt lernen. Und das ist auch gut so! Zu Hause lernt er es nicht.

Wir haben ein kleines Zimmer in einer WG gefunden, in einer 3-Zimmer Wohnung die er sich mit 2 Mädels teilen muss, aber da dürfte er sich ganz wohl fühlen. Die Mädels werden ihm schon die Meinung sagen wenn das Bad nach einer Duschorgie mal wieder überschwemmt ist. Insgesamt wohnen 14 Studenten im Haus, er wird schnell Anschluss finden. Wir haben unglaublich viel Kram kaufen müssen, einen neuen Kühlschrank, Kleiderschrank, Staubsauger und all den Kleinkram den man für eine neue Wohnungsausstattung so braucht, der Blick auf den Kontostand fällt mir gerade ein bisschen schwer….
In den letzten Tagen war die Stimmung sehr angespannt, man merkt deutlich wie sehr ihn die Situation erstmal überfordert. Aber in ein paar Wochen wird das kein Thema mehr sein, da wird er sich an die zwei Mädels angepasst haben, oder umgekehrt 🙂

Und jetzt bin ich mit meinem 17-jährigen Sohn erstmal allein. D.h. wenn die 3. leere Saftflasche auf dem Tisch steht oder wieder mal benutzte Handtücher das Bad zieren ist der Übeltäter schnell ermittelt. Auch ungespülte Pfannen oder benutzte Kochtöpfe mussten bis vor kurzem mit kriminalistischen Methoden einem Benutzer zugeordnet werden, das ist jetzt sehr einfach 🙂
Er wird uns fehlen…..

Und meinen Laptop habe ich auch wieder zurück! Da der Computer meines Sohnes defekt war und wir mit dem Neukauf bis zum Studienbeginn warten wollten, hat er natürlich solange meinen Laptop benutzt 😦 Ab sofort muss ich jetzt nicht mehr auf dem Schreibtisch meines Sohnes den Laptop entkrümeln und die Maus suchen wenn ich etwas schreiben will……

Neue Zeiten brechen an……

Und heute Abend: Nicht den „Night manager“ verpassen!!! Der ist zu sehen auf dem Zdf, d.h. ohne ! Werbung und meine Kritik findet sich hier 🙂 gerade mit 12 Emmy Nominations bedacht, meiner Meinung nach zu Recht !

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/die-agentenserie-the-night-manager-zeigt-woran-es-james-bond-filmen-fehlt-14217349.html

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35 Antworten zu ….dann waren es nur noch zwei !

  1. Guylty schreibt:

    Oh wow. Tief durchatmen. Das habe sogar ich nach dem Lesen hier gemacht. Da ist also der erste Sohn jetzt flügge. So schön es auch sein mag, dass das eigene Leben nun auch wieder etwas mehr Raum, mehr Rang erhält, so schwierig ist es doch auch, Kinder gehen zu lassen. Mir bricht da jetzt auch schon das Herz, bei dem Gedanken, dass es bei uns in ein paar Jahren auch so weit ist.
    Deinem Sohn wünsche ich alles Gute – und v.a. viel Spaß. Ich glaube, die Angst ist schon nach einer Woche verflogen und der Spaß am Studenten-Dasein nimmt überhand. Dir und dem verbliebenen Sohnemann wünsche ich eine gute Umstellungsphase. Ist auch nicht so leicht, wenn sich die Dynamik da von heute auf morgen ändert. Vielleicht nimmt man sich dann auch noch bewusster gegenseitig wahr, genießt die Nähe.
    Und nun, da der Laptop wieder ganz der deine ist, kann es ja volle Kraft voraus gehen 😉

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    • suzy schreibt:

      Ja ich habe auch hoffentlich wieder etwas mehr Zeit. E ist schon sehr zeitaufwendig all die vielen Kleinigkeiten zu besorgen, organisieren, die eine Studentenbude so braucht. Heute haben wir einen Kühlschrank und den Fernseher nach Maastricht gebracht. In der Uni war Einschreibung und Kennenlernen angesagt. Und ich habe mir Maastricht angeschaut. Klein, überschaubar und mindestens 80% Studenten auf den Straßen, unglaublich. Alles was sich hier rumtreibt (außer ein paar Touris) ist unter 27 und spricht meist Englisch!

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  2. Esther schreibt:

    Oh, Herz Schmerz! Ich muss da für meine Kinder noch nicht daran denken! Ist aber schön, dass er jetzt studieren geht und dass er einen weiteren Schritt zur Unabhängigkeit genommen hat. 🙂 Da wird noch vieles auf ihn zukommen und sicherlich nicht nur im Studium. Maastricht ist eine schöne Stadt und wie gut, dass er das Studium auf Englisch absolvieren wird! Das Haus wird ruhiger, das hat auch so seine Vorteile, wie Du schon genannt hast. Oh ja, und den allein-Zugang zum Laptop ist sehr wichtig. 😉 Viel Glück und Kraft in dieser Umstellungsphase.

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    • suzy schreibt:

      Danke! Es ist für uns alle gut dass er auszieht. Nicht dass ich mir das unbedingt gewünscht hätte. Aber er hat einen sehr starken Eigenwillen und fühlt sich von uns permanent bevormundet. Die Stimmung ist sehr gereizt. Und er muss selbständiger werden, das kann er nur alleine. Ist das Verlängerungskabel zu kurz ist Krise angesagt, das Bett kann er (angelbich) nicht beziehen 🙂 alles ist Überwindung…… muss er jetzt lernen. Dann ist die Stimmung zu Hause auch wieder besser!

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  3. Die Poe schreibt:

    Wow, Maastricht, toll!
    Da drück ich nicht nur dem angehenden Studenten die Daumen, sondern auch Mama und Bruder, dass sie sich bald wieder neu eingelebt haben!

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  4. Myriade schreibt:

    Jede lebensphase hat schöne seiten und andere

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  5. Servetus schreibt:

    Wow, big changes — best wishes for your transition.

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    • suzy schreibt:

      Thanks! In Maastricht are a lot of international students, he likes the exchange with various people, a great chance ❤

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      • Servetus schreibt:

        I agree with you about Maastricht — very charming place to live.

        I think it’s not so common in Germany because children often live at home a bit longer, but what you’re describing (high tension right before starting university, fights, regression, sniping around moving out) is kind of legendary in the US. A lot of parents get their child off to college and spend a month sighing in relief 🙂

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        • suzy schreibt:

          It´s a very stressful time. For him, I think he´s a little bit afraid of his new life in Maastricht and for me…… packing all his things – it´s like cutting off a piece of me 😦

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          • Servetus schreibt:

            Yeah, that’s exactly right. On the one hand he knows at least hypothetically that he can do it, on the other he doesn’t know how it will be and he can’t simply come running home for help about trivial things any more. Luckily for most students the joy of the new experiences at the beginning outweigh their fears and the tension evaporates quickly.

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            • suzy schreibt:

              You are totally right! A complete new situation for him but I am firmly convinced that he will „sich durchschlagen“ Was heißt das auf englisch?

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              • Servetus schreibt:

                You could say, „he will shift for himself,“ but I think I’d probably say (colloquial American English) „he will manage by himself just fine.“ 🙂 [and I am, too, you’re his mother and you’re obviously a very energetic, active personality].

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  6. Hariclea schreibt:

    ohh, schon soweit! Kann nicht leicht sein wenn Kinder erwachsen aber er wird sicher vieles lernen und Spass haben 🙂 Aber menno hatten die keinen Kuhlschank und Staubauger in er WG, seltsam das! Aber na ja, muss ja zum Gluck nicht jedes Jahr neu gekauft werden 🙂 Und in einem anderen Land leben ist immer gut fur Lebenserfahrung.
    Hoffe das Nest ist nicht zu lehr bei dir und da hast ja noch den Kleinen eine Weile zum Auraumen, bekochen usw 😉 Hurra fur die Ruckgabe des Laptops!
    Dick knuddel und hoffe der neue Alltag stellt sich schnell ein und bin mir sicher der Grosse wird oft anrufen um Rat fragen 🙂 Versuch dir keine Sorgen zu machen, er packt das sicher und ist ja nicht alleine da 🙂 xx

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  7. ginadieuarmstark schreibt:

    Na dann … viel Erfolg!

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  8. Elanor schreibt:

    Da gibt es aber ordentlich viele und recht grundlegende Veränderungen in deinem Leben. Aber auch wenn das Mutterherz verständlicherweise sehr leidet (Panikattacke allein bei dem Gedanken daran, dass mir das noch bevorsteht – na ja, ist bei uns noch gute 10 Jahre entfernt…), du hörst dich zuversichtlich an und du wirst sicher das Beste aus der neuen Situation machen. Maastricht ist ein wunderbares Städtchen und ein guter Ort, um Student zu sein. Da hätte er es sicher viel schlechter treffen können. Hoffen wir mal, dass die beiden Mitbewohnerinnen ihn auf seinem Weg zur selbstständigen Bewältigung des schnöden Alltagslebens einige entscheidende Schritte voran bringen 😉
    (Gut, dass du weit genug weg bist – da kann die Glucke nicht einfach so mit dir durchgehen. „sehrverständnisvollguck“)

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    • suzy schreibt:

      Ich kenne mich, ich würde hinfahren wenn er um Hilfe schreit, also ist es gut, dass ich eineinhalb Stunden entfernt bin 🙂 Und das größte Problem „Mama das Geld ist alle“ kann frau auch per Überweisung klären ❤

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  9. fleischfee schreibt:

    Haha, wenn ich das lese muss ich an meinen Freund denken. Der findet die Fernbedienung auf dem Tisch auch nicht wenn ein Glas davor steht. Ist ja ähnlich mit dem Fahrrad im Vorgarten. 😂

    Ich habe irgendwann aufgehört alles Mögliche zu machen. Da hat er irgendwann angefangen selbst anzupacken. Sonst würde er im Dreck erstrecken. Ich bin da ja sehr schmerzlos.

    Hoffen wir, dass die Mädels ein Mindestmaß an Ordnungssinn haben. Dann wird das schon werden.

    Wünsche ihm viel Erfolg im Studium. Ich habe ja auch gerade meins abgeschlossen und fand es ziemlich hart. Vielleicht liegt es aber tatsächlich nur daran, dass ich so alt bin und er wird es leichter haben.

    Ach mensch und in englischer Sprache wird es sich noch besser im Lebenslauf machen.

    LG Sue

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    • suzy schreibt:

      Hallo Sue, herzlich willkommen bei mir!!! Ich glaube auch, dass es hart werden wird. Mit dem Englisch, weil er viele Vokabeln einfach nicht kann – Mathematik auf Englisch???? und weil er für die Schule nicht wirklich viel getan hat. Das muss sich jetzt ein bisschen ändern. Maastricht ist nach Erfahrungsberichten recht anspruchsvoll….. ein bisschen Bücher lesen wird da nicht ausreichen 🙂
      Was machst Du jetzt nach dem Studium?

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  10. Herba schreibt:

    Wow, das sind eine Menge Veränderungen, aber Maastricht klingt toll für Deinen Großen und Dein Kleiner genießt sicher, daß er Dich und Euer Haus erstmal für sich hat 🙂
    Fühl Dich mal umarmt!

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    • suzy schreibt:

      Wir werden die Ruhe genießen wenn er dann weg ist. Noch ist er da, nach der Einschreibung am Montag ist er direkt wieder mit mir zurück. Aber am Montag geht es los 🙂 wir haben dann 5 Tage Ruhe bis er am Freitag wieder zurückkehrt ❤

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  11. Uinonah72 schreibt:

    Studium im Ausland und doch nicht aus der Welt … das hört sich gut an. Alles gute für Deinen Großen! Und auch für Dich, bei so einer großen Veränderung. Ich hab ja noch ca 10 Jahre Zeit, bis mich das ereilt, aber ich denke ja jetzt schon mit Bange an nächstes Jahr, wenn mein Großer die idyllisch, kleine Grundschule verläßt und in die „große Welt“ hinaus muss für seine weitere Schullaufbahn.

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    • suzy schreibt:

      Danke! Und ja Du hast noch ganz viel Zeit! Genieß es 🙂
      Meine größte Veränderung wird der Umbau oben sein, mein neuer Mieter, mein Leben ohne Ehemann – ich stelle gerade alle Versicherungen um und hätte nie gedacht dass man dafür so viele Papiere ausfüllen muss. Mit so einem Mist gehen zur Zeit meine Abende drauf.
      Heute habe ich mal schnell Fliesen für das Bad oben ausgesucht, dann muss ich noch zu Ikea eine kleine Küche kaufen damit ich weiss, wie viel Fliesenspiegel ich um die Küche legen muss, demnächst fangen die Handwerker an – die Woche hat einfach zu wenige Tage zur Zeit 😦

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  12. CraMERRY schreibt:

    So, bin ein wenig spät 😀 Da dreht sich ja gerade mächtig was im Hause S. Prima, dass es für deinen Großen in Maastricht geklappt hat. Die Stadt ist wirklich fein. Und 1 1/2h sind einerseits zuviel für spontane Überfälle, aber nah genug für mögliche Rettungsaktionen. Ich wünsche euch allen dreien gutes Gelingen 😉

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  13. roerainrunner schreibt:

    Sehr gut. Der andere wird dann nächstes Jahr vor die Tür gesetzt? 😀

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