Über das Wertvolle im Leben…..

Diese interessante „Studie“ habe ich vor einiger Zeit auf facebook entdeckt und gepostet. Ich fand das Experiment sehr interessant, denn es sagt so viel über uns Menschen und unser Wertegefühl aus.
Ist Etwas (was auch immer) nur etwas wert wenn es finanziell bewertet wird, sprich eine Preisangabe darauf zu finden ist?

Leider kann ich das Ganze nicht verlinken aber das kurze Video über facebook findet Ihr hier:
https://www.facebook.com/posts/1360249547372648

Heute habe ich den Beitrag für einen Kommentar übersetzt und deshalb das Ganze hier auf Englisch:

At a metro station in Washington DC on a January morning in 2017 a man played on his violin six pieces by Bach for 45 minutes.
During this time about 2000 people passed through the station, most of them on their way to work.

After 3 minutes a passer-by noticed the music.
For a few seconds only his step slowed, only to quickly resume his way to work.
4 minutes later: The violinist receives his first dollar. A woman tosses it into his hat, without slowing her pace.
6 minutes later: A young man leans against the wall to listen to the music, then looks at his watch and continues on his way.
10 minutes later: A 3-year-old boy stopps to listen to the musician play, but his mother pulls him along. Several children behave like that, but their parents urge them to move on.
After 45 minutes: Only 6 people in all have stopped and listened for a short while. About 20 have given him money. His takings came to 32 dollars.
After 1 hour: The musician ends his performance and it falls quiet. Nobody takes notice and nobody applauds.

Nobody realized it, but the musician was Joshua Bell, one of the greatest musicians in the world. He played one of the most difficult pieces of music ever written on a violin worth 3.5 million dollars.
2 days earlier he had played in Boston the same piece for an average amount of 100 $ per seat.

This is a true story. Initiator of this social experiment on perception and priorities was the Washington Post.
This project brought up the following questions:
Do we perceive beauty in an everyday environment and at an inappropriate time?
If so, do we take the time to appreciate it?
Do we recognize talent in an unexpected context?
A possible conclusion could be: if we don’t have time to stop and listen to one of the best musicians in the world…..
…how many other opportunities are lost to us, while we are hurrying through life?

Und das ganze kann man hier sehen:

Und hier nochmal kommentiert:

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6 Antworten zu Über das Wertvolle im Leben…..

  1. Guylty schreibt:

    Die Message in allen Ehren, aber das Experiment mit Joshua Bell hat schon mal zwei Grundprobleme. Morgens um 7.51 Uhr sind die Leute auf dem Weg zur Arbeit und haben weder Muße noch Zeit, schöner Musik zu lauschen. Zweitens, der Ort ist so gewählt, dass man sich dort kaum hinstellen kann, ohne komplett im Pendlerstrom zu stehen. Ich selbst hätte mich dort auch nicht hingestellt, wo ich den anderen Leuten total im Weg stehe. Sinnvoller wäre gewesen, das Experiment am Nachmittag auf einem öffentlichen Platz zu machen, wo man niemandem im Weg steht. Das wäre auch ein logischerer Vergleich zum Konzertsaal – dort geht man schließlich zielgerichtet hin. Nicht weil man für Musik Geld ausgeben will, sondern weil man gezielt ein Konzert hören will. Morgens um 8 Uhr will ich das nicht. Da will (muss) ich zur Arbeit.
    Die Idee ist ansonsten interessant – ist nur das für uns wertvoll, was auch teuer ist? Ist ein dickes Preisschild immer die Garantie für gute Qualität?

    Gefällt 1 Person

    • suzy schreibt:

      Du hast völlig recht! Ich wäre wahrscheinlich auch vorbei marschiert. Wenn ich Zeit und Muße haben dann höre ich den Straßenmusikanten in der Stadt zu! Dann genieße ich es wenn da ein Klavier steht (hatten wir vor kurzem in Düsseldorf) oder gerne auch streetdance. Und einen Geigervirtuosen hätte ich auch nicht erkannt, da kenne ich mich nämlich gar nicht aus. Ich bleibe stehen wenn mir etwas gut gefällt und wenn ich keine Zeit habe höre ich auch nicht zu!
      Aber es steckt auch was Wahres drin 😦 Leider.
      Beispielsweise in den Klamotten. Wenn Du mit den falschen Klamotten nicht in den Club gelassen wirst. Habe ich schon bei anderen erlebt.
      Du wirst im Laden anders behandelt wenn Du ein Marc 0´Polo Sweat anhast anstatt No-Name, das habe ich erlebt. Wenn ich über die Kö wandere dann bin ich immer wieder erstaunt was für ein fürchterlicher Kitsch soviel Geld kosten kann weil ein Name draufklebt. Ohne den Namen würden die Leute das NIE kaufen.
      Wir Menschen werden nach dem Preisschild das auf uns klebt beurteilt und ich sehe das ganz deutlich bei meinen Freunden mit Flüchtlingshintergrund. Sie werden anders behandelt und das macht mich immer sehr sauer!
      Ganz allgemein finde ich dass wir zu sehr durch das Leben hetzen und viel an uns vorbeirauscht das es wert wäre gesehen und gehört zu werden….. ❤

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      • Guylty schreibt:

        Im Kern ist die Message schon richtig, das stimmt. Kleider machen (leider) Leute. Und die entsprechende Umgebung. Und das ist oberflächlich und falsch. Wir achten zu sehr auf Äußerlichkeiten und verlieren den Sinn fürs Essentielle. Insofern war das Experiment schon eine Lektion im Innehalten und intensiverem Wahrnehmen.

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  2. nellindreams schreibt:

    Und egal ob sinnvoll oder nicht: ich mag die Geschichte. Und Joshua Bell. Der ist im auch am Rande des Konzertsaal ein ganz netter ohne Starallüren!

    Gefällt 1 Person

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