Partnerbörsen im Internet – Gastbeitrag von CraMERRY

Susys Blogpost hat mich aus der Deckung geholt 🙂

Ähnliches Alter, ähnliche Ausgangssituation: Frau wird mit Ende 40/Anfang 50 beziehungstechnisch quasi „resetted“ und kann sich nun überlegen, ob sie die verbleibenden rd. 30 Jahre alleine rumbringt, oder ob da vielleicht nicht doch noch was sein könnte……

Nachdem ich mich auch ein paar Jahre vehement gegen das Thema Online-Dating gesperrt habe, aber feststellen musste, dass sich mir in dem Alter keiner mehr ungebremst in den  Weg wirft und ich selber auch nicht dazu neige, schlug auch mir letztes Jahr die Stunde und ich habe mich angemeldet. Bei denen, mit den 11 Minuten (jaja, guter Witz).

Das Prinzip ist ähnlich wie bei Suzys Plattform. Man geht „verschleiert“ und reisst je nach Lust und Laune den Vorhang vom Bild. Manchmal will man nicht gesehen werden, manchmal kriegt man ungefragt das Foto präsentiert. Da gibt es die Kandidaten, die offensichtlich nach dem Gießkannenprinzip ihre Fotos streuen und wenn man sich dann selbst „nackig“ macht, verschwinden sie auf Nimmerwiedersehen. Man nennt das „ghosting“ habe ich gelernt. Das hat mich anfangs ganz wuschig gemacht. Bin da mittlerweile weiter, weil ich ja auch nach Bildern urteile. Ja, ich weiß, das ist nicht soooo honorig, aber ehrlich die Damen, so geht’s doch auch im wahren Leben. Leider übermitteln Bilder nicht das klitzekleine Etwas, das sich „Chemie“ nennt. Und die funktioniert ja aus der Bewegung und dem Agieren miteinander. Und so bleiben Bilder immer statisch. Ich bin mir wohl bewusst, dass ich vielleicht im Rahmen meiner mageren Resonanz auch einige Kerle unterschätzt und aussortiert habe. 

Wenn man nicht so drauf ist wie eine Kollegin von mir („Ich hatte das 3-Mo-kostenlos-Abo und habe alles angeschrieben was mir unter die Finger kam und alle gedated und jetzt habe ich seit 5 Jahren einen Partner“) dann kann das halt schonmal etwas dauern. Aber sorry, das ist leider nicht mein Ding, die Männer quasi ungebremst auf Teufel komm raus abzuarbeiten.

Außerdem bin ich noch auf eine kostenlosen Plattform angemeldet. Dort sieht man sofort „klar“. Hier besteht eher die Gefahr, dass man sich irgendwelche „Pflegefälle“ anlacht. Ja, ich weiss, das klingt auch wieder böse, meint aber Männer, die ihr Leben nicht wirklich im Griff haben ( auf meine Frage, was er so beruflich mache: ich habe schon 5 Ausbildungen hinter mir und jetzt bin ich krank).  Versteht mich nicht falsch: wenn ich jemanden kennenlerne, es entwickelt sich etwas zwischen uns und dann kommt er mir mit seiner Backstory, dann ist das immer was anderes, als wenn mir einer bereits in der 2. Mail seine Gebrechen bejammert. DAS ist ein schlechter Start. Damit kommt man zwar gerne mal an die Grenzen seiner eigenen Ehrenhaftigkeit, aber ich habe entschieden, dass ich das nicht will.

Insgesamt muss ich sagen, an diesem ganzen Thema stört mich massiv, dass ich mich bereits im Vorfeld schon mit viel zu vielen Gedanken rumschlage. Das ist vielleicht typisch für mich, aber offensichtlich meins. Und ich stresse mich bereits zu einem Zeitpunkt, an dem es noch völlig unnötig ist. Leider bin ich nicht abgebrüht genug für sowas….

Trotzdem bin ich noch weiter dabei. Die Hoffnung stirbt zuletzt. 😀

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12 Antworten zu Partnerbörsen im Internet – Gastbeitrag von CraMERRY

  1. Servetus schreibt:

    I think most people don’t want to think of looking for a partner as work (which seems to be what your colleague did — treated it as a job). I agree that potential partners might have other important qualities beyond their earning potential — but also that attitude belongs to the „other,“ earlier method of looking for one. This is more like matchmaking used to be, a generation or two ago. Part of me thinks it might not be so bad — it takes a lot of the romance out of it, but also a certain amount of the self-deception.

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    • suzy schreibt:

      Mit Romantik hat das leider nicht mehr viel zu tun, mehr das abchecken, passt der andere oder nicht, wenn dann noch Gefühle dazu kommen perfekt, wenn nicht, let´s try the next one 😦

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      • CraMERRY schreibt:

        Ja, da braucht man wirklich gute Laune für…..

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        • Servetus schreibt:

          I think that’s why the old style of matchmaking (the way Orthodox Jews still do it, with a so-called „schadchan“) worked well — someone else did all the non-romantic work of sorting out all the people who wouldn’t work out. So the candidate got a limited number of choices. Admittedly that wasn’t perfect either, but it might have been somewhat less depressing in that you didn’t have to look at the entire panorama of disaster that single humanity can be.

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  2. dieasena schreibt:

    Ich hab mich mal bei Tinder angemeldet 🙂 dachte mal „neue Leute “ in meiner Umgebung kennen zulernen, mein Profil war komplett , mit Fotos und Info´s von Facebook übernommen worden und sofort hatte ich das PF voller Nachrichten, einer wollte sich direkt spontan daten, der andere fiel mit der Tür ins Haus und fragte gleich nach meiner Gesinning in Sachen Liebe, er wäre so der Free-minder , einige tasteten sich auch vorsichtig ran, ich jedoch war völlig überfordert, wurde regelrecht erschlagen von Mails und wie heißen diese Vorschläge ?.. matches ..glaub ich. Habe das Profil sofort wieder gelöscht 😀

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  3. dieasena schreibt:

    🙂 ich hab mir da nicht so viel Gedanken gemacht… wollte mir das nur mal ansehen 😀

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